Diese Woche haben wir nach über 2 Wochen in Valencia den Entschluss gefasst von Valencia weiter zu reisen. Zum einen, weil zwei neugewonnene Freunde auch weitergezogen sind. Zum anderen weil wir mal wieder ein neues Umfeld brauchten 😉
Die Polizei
Aber zunächst mal etwas zur Polizei. Im Leben der Straßenkunst ist es immer mal wieder ein Spiel mit der Polizei. Zumindest in Valencia ist es nämlich so, dass KünstlerInnen eine Genehmigung brauchen – und selbst dann, darf es keine Verstärker geben. Im Klartext – keine Lautsprecher. Aber wie soll es dann gehen!? Naja, jede/r hat eine Box und spielt auch damit, aber mit verschiedenen Wegen wird versucht, den langen Fingern der Polizei zu entwischen. Denn erwischt einen die Polizei, so kann der Lautsprecher einfach mal weg sein. Ein in Valencia wohnender Feuerkünstler konnte sich innerhalb 1-2 Wochen ganze 4 Mal einen neuen Lautsprecher besorgen.
Wir sind einmal ganz glücklich davongekommen – wir wollten gerade beginnen, da sahen wir die Polizei zu Fuß ankommen und haben die Sachen schön zusammengestellt. Die Polizisten gingen vorbei und wir dachten schon: „Gut alles erledigt!“. Aber nein, die Polizisten kamen wieder zurück und mahnten uns dann an, dass wir eine Genehmigung brauchen und Lautsprecher gar nicht gehen. Also legal konnten wir sowieso nicht spielen – und die Genehmigungen gibt es wohl auch immer nur für feste Quartale. Aber darum haben wir uns auch nicht mehr gekümmert – und spielten so illegal. Aber irgendwie wird es auch geduldet 😉
À propos Polizei: In Spanien gibt es teils vier verschiedene Polizeien mit unterschiedlichen Zuständigkeiten, die aber trotzdem auf ähnlichen Ort patroullieren. Die Guardia Civil sieht man nicht so häufig – die ist auch eher für die Grenze und Zoll zuständig. Aber die Polizia nacional und die lokale Polizei von Valencia konnten wir häufiger erblicken. Bei letzteren mussten wir natürlich mehr aufpassen.
Weiter geht’s
An einem der letzten Abende in Valencia haben wir zusammen mit Maurice und Tamara noch mitten in der Nacht auf einem der großen Plätze mit unseren Sachen gespielt und da entstand auch dieses Bild wie wir Cyr-Wheel probierten. Jedenfalls von einem von uns 😉

Auch aßen wir in einem schönen veganen Restaurant zusammen mit ein paar anderen KünstlerInnen – im La Mandrágora. Es gibt pro Abend nur eine Speisenreihenfolge und man muss vorher reservieren. Es war echt lecker und Aubergine als Süßspeise war auch etwas neues.
Aber dann machten wir uns auf den Weg von Valencia nach Donostia / San Sebastian (Donostia ist der baskische Name und steht hier auf den Schildern immer zuerst – oder auch alleine). Als ersten Zwischenstopp suchten wir ein Bouldergebiet auf – Albarracin. Da gibt es ganz viele Boulder und endlich konnte das Crashpad mal seine Dienste für den eigentlichen Zweck erbringen – zum Klettern.




Leider waren wir etwas spät dran und nicht ganz perfekt vorbereitet, so dass wir nur an einem Felsen waren und dann uns anderswo einen Schlafplatz suchten. Und da am nächsten Tag auch Regen angesagt war, blieb es nur bei diesem kurzen Erlebnis. Zwischendurch kamen wir am Flughafen von Teruel vorbei – das ist so ein Flugzeugparkplatz / Friedhof mitten in der Einöde – normale Flüge gibt es dahin nicht.

Doof an Albarracin war dann noch eine Wespe – oder ähnliches. Bevor wir überhaupt zum Felsen gingen, stach sie Karsten in den Unterarm und dann ging das Klettern nur mit festgetapter Zwiebel. Aber schlimmer noch – eine allergische Reaktion und der Arm wurde dick und tat etwas weh. Also mussten wir am nächsten Tag in eine Apotheke und etwas dagegen holen – mittlerweile ist das alles wieder gut, aber mindestens ein Tag konnten wir daher ungeplant nicht auftreten.
Auf dem Weg gab es auch ein paar lustige – oder unerwartete Schilder zu sehen. Vom ersten Schild war ich dann etwas enttäuscht – das echte Auto stand einfach nur am Rand und lag nicht auf der Seite. Beim Skigebiet haben wir uns natürlich etwas gewundert – aber in Spanien kann es wohl auch etwas kalt werden. Und das letzte Schild ist irgendwie lustig gemacht – gibt es auch in der Bergauf-Version 😉



Zwischen Albarracin und Pamplona (berühmt für die Stierkämpfe – aber wir haben nur die Randgebiete gesehen und dort einen Schlafplatz gefunden) gab es mehrmals Gewitter, Regen und sehr starken Regen. Und auch einmal Anfahren am Berg – so steil, dass es trotz Handbremse spannend wurde 🙂




Donostia – San Sebastian
In Donostia angekommen, haben wir erstmal die Stadt erkundet und ein Magier hat uns auch gute Tipps gegeben. Er wollte auch spontan eine Show mit uns spielen, aber irgendwie waren nicht viele Leute unterwegs – eventuell weil der Wetterbericht nicht so gut aussah. Wir spielten dann irgendwann doch noch unsere Leuchtkeulennummer – und wurden richtig nass. Da es für den nächsten Tag auch nach Regen schrie, haben wir einen Ausflug in die Umgebung gemacht. Erst in die Berge zu einer kleinen Wanderung und dann an die Küste – wieder auf Berge hinauf.
Zunächst also in die Berge nach Aldoain:


















Und dann in Richtung französische Grenze in der Nähe von Irun. Auf dem Weg dorthin dachten wir, dass wir nicht an der Straße parken und übernachten wollen, weil es wie nach einem Straßenrennen aussah. Jedenfalls gab es Absperrungen und ein paar Raser 😉
Auf dem Parkplatz in der Nähe von Irun waren wir wohl schon fast in Frankreich – zumindest erinnerten uns unsere Telefone: Willkommen in Frankreich! Willkommen in Spanien! Ganz sicher waren sie sich wohl nicht. Aber lieber ein paar Bilder:














Und während alledem kann Amy auch mal Model sein:










Aber nicht nur Amy 😀



Jetzt müssen wir natürlich wieder mehr arbeiten – und das geht in San Sebastian sogar ganz legal und relativ unkompliziert 😀

Und endlich haben die Leuchtkeulen eine Ladehalterung zum Anhängen 🙂
