Die letzte Woche haben wir weiterhin in Valencia verbracht und es stellte sich bei uns auch ein gewisser Rhythmus ein:
- „Morgens“ ganz in Ruhe aufstehen, etwas essen, ins Meer springen und dehnen
- Dann Einkaufen, Abwaschen, Wäsche waschen, Mittag kochen etc.
- So gegen 17-18 Uhr die Fahrräder bereit machen und ins Zentrum fahren
- Und dann ab ca. 19 Uhr Shows spielen – manchmal auch erst ab der Dunkelheit, weil die Leuchtkeulen dann erst richtig wirken 😉
- Gegen Mitternacht wieder zurückfahren, alles einpacken und dann langsam ins Bett – meist nach einem erneuten Sprung ins warme Mittelmeer.




Und nicht immer arbeiten wir nur auf der Straße – edle Eingangsbereiche kommen auch mal dazwischen. Aber das war eher Zufall 😀
Einmal hatten wir einen Dollarschein drin – der sah aber schon ziemlich ramponiert aus. Und ein 2 Zloty-Stück auch – das sieht wirklich fast wie Euro aus – ist es aber nicht 😦 😀
Natürlich gibt es auch mal Probleme – so zum Beispiel mit unseren Fahrrädern. Die Schnellspannerachsen waren einfach zu schwach für unseren Hunde-Auftrittskoffer-Transportier-Anhänger und so sprang zweimal während der Fahrt die Hinterachse raus. Da musste dann eine feste Achse her und das dauerte leider ein paar Tage – also ging es mit dem Auto ins Zentrum. Was nach sich zieht einen Parkplatz zu finden. Das ging sogar erstaunlich gut und kostenlos, wenn wir nicht gedacht hätten, es gäbe vielleicht noch etwas besseres, als auf dem Mittelstreifen zu stehen – das ist dort so gedacht, wirkte aber trotzdem seltsam 😉
Beim Autofahren ist uns eine Sache aufgefallen: Rot heißt nicht unbedingt Stop. Wenn die Fußgängerampel grün blinkt, weil sie gleich auf Rot umschaltet, dann fahren viele Spanier schon bei Rot los – es wird ja gleich grün 😉
Und dann sind da noch die Kreisverkehre: als Fahranfänger in einem Kreisverkehr mit Ampeln bei Einfahrt, Ausfahrt und mittendrin mit teils 8 Spuren wird es schon etwas seltsam. Aber ruhig durch und es hat alles geklappt. Bis jetzt haben wir keine Schrammen abbekommen – im Gegensatz zu vielen Autos, die hier so herumfahren 🙂
Ein Auszeit-Tag am Meer und Reisfeld
Am Dienstag waren irgendwie ein Auszeittag. Morgens bei Sonnenaufgang kamen noch an unserem Wir-Parken-Wohnen-Hier-Strand diese Bilder zustande.










Dann waren wir mit Tamara, Maurice und Carlos – drei anderen freundlichen StraßenkünstlerInnen – unterwegs zu einem anderen Strand in der Nähe von Valencia losgezogen und haben dort den Tag verbracht. Erst mal natürlich baden und dann haben wir im Schatten herumgehangen und gemeinsam gegessen. Irgendwann stellte sich natürlich die Frage nach Arbeit – also so gegen 5 – die wir dann mit „Heute mal nicht“ gemeinsam beantworteten. So hingen wir weiter rum und später brachte uns Carlos, der in Valencia wohnt, zu Reisfeldern. Es roch schon auf dem Weg ganz klar nach Reis, so dass sich mindestens ein Magen nach einem schönen Reisgericht sehnte.
Bei dem einsetzenden Sonnenuntergang war das wirklich ein schöner Ort dort.















So viel Zeit, gute Stimmung und eine Kamera führten dann zu einem kleinen Grimassen-Foto-Shooting:













Und der Mond setzte sich dann noch wie eine Clownsnase auf die Nase:

Bis zum nächsten Mal – ab geht’s auch mal andere Straßenshows anzuschauen, denn es gibt so ein kleines Straßen-Kunst-Festival.