#12 Eine Weihnachts-Neujahrs-Reise

Nachdem wir beim letzten Mal von Carcarsonne zurückgekommen sind, ist erstmal nicht so viel passiert hier. Im Circus arbeiten und zuhause häkeln. Kurzzeitig waren sogar mehrere Auftritte des DuO KaRii zu Weihnachten im Anflug, aber dann sind die leider doch abgebogen. Naja, aber über Weihnachten und Neujahr haben wir dann einen langen Ausflug in die Heimat zu Familie und Freunden gemacht.

Begonnen hat die Reise mit der kältesten Nacht bisher in unserem fahrenden Haus – „der kleine Muck“ nach einer Aufschrift auf der Motorhaube. Man kann das „Muck“ auf der Motorhaube immer noch sehen – das stammt wohl von einem Vorbesitzer – einer Firma mit dem Namen Muck 😉

Da mussten wir Eis kratzen – innen – und wir hatten Schnee – wenn auch wenig – im Auto und draußen:

Danach ging es weiter und hinter uns zogen wir die Wärme und den Regen mit. Irgendwann in der Nähe von Dortmund mussten wir dann doch anhalten, weil der Regen auf die gefrorene Straße fiel und es drohte zu glatt zu werden. Das haben viele andere wohl auch leidlich erfahren – wir aber schliefen die Nacht durch und waren dann gut hinter der Regenfront in der Wärme und konnten am nächsten Morgen entspannt Richtung Rostock weiterfahren.

Da kamen wir auch passend an, um Freunde mit unserer Ankunft zu überraschen und viele Freunde wiederzutreffen. Auch die Familien waren dabei – vor, zu und nach Weihnachten – und es war schön mit euch Zeit zu verbringen. Und natürlich Danke an alle bei denen wir Zeit verbringen konnten. Ganz besonders den Carrs – auch wenn wir für Oma Carr lieber Platz machten und einen anderen Stellplatz aufsuchten.

Alles war sehr schön und vieles improvisiert. Am 31. Dezember ging es dann wieder Richtung Montauban und alles verlief super. Kurz vor Mitternacht kamen wir in Trier bei einem schönen Aussichtspunkt über die Stadt und die Mosel an. Von dort konnten wir die Silvesterfeuerwerke in der Stadt genießen. Naja, die zwei Menschen unter uns dreien – für Amy war das natürlich nichts und sie verzog sich in den Fußraum der Fahrerkabine.

Am Neujahrstag ging es dann auch gut weiter – nach einem kleinen Touri-Ausflug durch Trier. Bis…

– ja, bis gegen 20 Uhr abends den Motor auf einmal die Kraft verließ. Glücklicherweise konnten wir den „kleinen Muck“ noch in eine Parkbucht an der Landstraße befördern und erstmal gefahrlos halten. Erste Diagnose: überhitzter Motor – 120 Grad anstatt 80 Grad bei der Motortemperatur. Ok, also mal im Internet gucken: erstmal warten. Also haben wir gewartet, aber der Motor kühlte sich nicht ab – beziehungsweise die Anzeige war kaputt, aber das wussten wir nicht genau und das wollten wir auch nicht testen. Da es also Sonntag-Feiertagabend war, entschieden wir uns zu warten und am nächsten Morgen zu gucken. Und das vergessene nachzuholen: ADAC-Mitgliedschaft abschließen – würde ab dem 2., also am nächsten Morgen, gelten.

Also Übernachten am Wegesrand – nicht zu empfehlen, da wir von jedem Auto durchgeschüttelt wurden. Am nächsten Morgen also den ADAC angerufen, und dummerweise verquasselt, dass das Missgeschick schon am Vortag geschah – also keine Hilfe vom ADAC. Naja, die Kontaktdaten eines Abschleppdienstes in der Nähe bekommen – etwa 500 Meter entfernt. Bevor wir aber abgeschleppt werden, wollten wir erstmal gucken, ob wir vielleicht selbst zu Werkstatt fahren könnten – und ja im 1. und 2. Gang ging schon etwas, wenn auch nicht super schnell. Also Warnblinker an und ab gings.

Dummerweise war das keine Mercedes-Werkstatt und bei den Symptomen des Mucks konnten sie uns leider nicht weiterhelfen 😦 Naja, wir schauten also nach einer Mercedes-Werkstatt in der „Nähe“ und die auch in etwa in die richtige Richtung lag. Und 45 Kilometer sind an sich nicht zu schlimm und etwas fahren konnte unser Muck ja. Daher wieder ins Auto, Motor an und mit Karacho nach Sens – also maximal 27 km/h machen aus dieser Entfernung dann doch über 2 Stunden Reise. Highlights waren 3 Hügel, die wir hinunterrollen konnten. Einmal erreichten wir sogar die 80 km/h und der Warnblinker konnte für eine Minute auch mal pausieren. Ansonsten war dieser immer an, weil wir ein echtes Verkehrshindernis waren und selbst von mehreren LKWs auf einmal überholt wurden.

Als wir in Sens bei der Werkstatt angekommen waren, konnten wir unser Auto zum Glück gleich zur Kontrolle abgeben – und gingen dafür etwas über eine Stunde an der Yonne und im Stadtzentrum spazieren – bei leichtem Regen. Diagnose: Motor-Thermostat kaputt – Reparatur kostet ca. 400 € und wir müssen bis zum nächsten Morgen 8 Uhr warten, weil das Ersatzteil nicht vorher da sein würde. Na gut – also sind wir mit dem Muck auf einen Parkplatz auf der anderen Straßenseite gegenüber der Werkstatt gefahren und haben uns dort erstmal heimisch gemacht – Ersatz für Karstens Kurse finden (Merci beaucoup Flore!), schlafen, kochen, schlafen, essen, schlafen…

Nächster Morgen früh aufstehen, Auto in die Werkstatt bringen und wieder in Sens spazieren gehen – besseres Wetter, eine Stunde und zwei Pains au chocolate später, konnten wir den Muck wieder in Empfang nehmen. Und bis nach Montauban wieder mit voller Kraft fahren. Super! Das hatten wir also überstanden 🙂

Aber das Unglück kommt selten allein – am Mittwoch sollte es für Karsten wieder zur Arbeit mit dem Fahrrad gehen und die Kurse sollten vorbereitet sein.

  • 1. Problem: Laptop ging zwar an – aber manche Tasten spuckten immer zwei Buchstaben aus. Wahrscheinliche Ursache: ein Kurzschluss aufgrund von Feuchtigkeit. Also Warten und 2 Tage später war das auch wieder weg.
  • 2. Problem: Platten am Hinterreifen. Glücklicherweise haben wir ja zwei Fahrräder, also mit dem anderen los. Am nächsten Tag beim Reparieren des Platten war doch noch Druck auf dem Reifen. Also mal Aufpumpen und schauen. Und zunächst schien alles gut – sogar bis zum Zirkus. Aber nach der Arbeit war die Luft doch entfleucht durch ein ganz kleines Loch von einem Glassplitter der wahrscheinlich noch aus Rostock stammt.

Jetzt haben wir erstmal genug der Probleme gehabt und hoffen, dass wir unser Soll an Problemen für dieses Jahr erfüllt haben.

Und mit ein paar schrägen, seltsamen Bildern von uns wünschen wir euch ein frohes Jahr 2023! Bis bald.

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