Nachdem wir beim letzten Mal den Weg von Valencia nach San Sebastian an der Atlantikküste gemacht haben, geht es nun weiter und gleich mal raus aus Spanien gen Norden / Osten.
Aber lasst uns zunächst noch bei San Sebastian bleiben mit ein paar Fotos und Eindrücken.




Leider war es mit den Straßenshows in San Sebastian nicht so gut für uns. Und wir waren auch mit unserer Tagesshow nicht so zufrieden – fanden aber auch keinen Platz, um daran wirklich zu arbeiten. So setzten wir uns nach etwa einer Woche in San Sebastian wieder in Bewegung und fuhren die Küste entlang nach Frankreicht. Dort war unser erster Haltepunkt Hendaye genau an der Grenze. Nur war da die Saison ganz offensichtlich zu Ende – außer ein paar älteren Urlaubern und den Surfern am Strand war die Promenade sehr leer. Ein schöner Sonnenuntergang war es trotzdem 🙂

Nach kurzer Überlegung dachten wir uns dann: „Atlantik und Herbst sind wohl nicht so gut für unsere Straßenkunst – also Richtung Côte d’azur!“ Soweit der erste Plan 🙂 Und die Richtung führte uns erstmal zu einem ruhigen Plätzchen zum Schlafen an einem „See“ – jedenfalls nach der Karte. Aber der war so ausgetrocknet und flach, dass es eher eine Grasfläche umgeben von einem Damm war 😀


Danach ging es nach Toulouse, da wir dachten, dass diese große Stadt für Straßenkunst besser sein dürfte. Bisher war sie es für uns noch nicht – da es viel geregnet hat, aber es soll ab morgen wieder ordentlich warm werden bis 24 Grad 🙂 Außerdem hat Toulouse auch verschiedene Circus-Orte und bei „La Grainerie“ in Balma haben wir einen Ort zum Üben, Ausprobieren und Umbauen unserer Straßen-Show gefunden. Andere Circus-Leute und ein Dach über dem Kopf mit viel Platz 😀

Es kamen aber auch ein paar Probleme auf, die mit der Zeit nervig werden. Die Stromversorgung und das Gas.
Bei der Stromversorgung war es der Herr Doktor, der beim Anschließen der Kabel nicht ganz wusste, was er tat. Deshalb lud die Zweitbatterie nicht, wenn der Motor an war. Und voller Überzeugung, dass das auch nicht ging, mussten wir mit Solarstrom auskommen, was natürlich im Herbst-Winter immer schwieriger wird. Dann aber nochmal ein Blick in die ganzen Anleitungen und da fällt der Blick auf ein Teil, welches die Verbindung herstellen sollte. Also mal unter der Sitzbank suchen und voilà gefunden. Nur was war geschehen. Das eine Kabel war falsch angeschlossen und glücklicherweise ist nichts schlimmes passiert. Neu anschließen – Probefahrt machen – und immer noch nichts. Ok, weiter suchen und zwei Tage später endlich gefunden: eine der Sicherungen war durchgebrannt (wohl beim Falsch-Anschließen noch in Rostock). Na gut, dann versuchen wir mal eine neue zu finden – aber der gute Caravan-Laden in der Nähe der Grainerie hat erst wieder 2 Tage später offen. Warten 🙂 Aber sie haben die Sicherung und seitdem funktioniert endlich der Strom wieder und wir können auch mal abends Licht anmachen 😀
Zweiter Punkt: das Gas – leer. Also mal schauen, wie das so in Frankreich ist und natürlich ist es nicht einfach. Zunächst braucht man Adapter von dem einen System auf das andere und dann gibt es auch noch verschiedenste (nicht alle kompatible) Flaschenarten. Aber wir haben wieder im Caravan-Laden gute Beratung gefunden. Die eine Frau am Tresen wusste wirklich super Bescheid und es war spannend ihr beim Überlegen zuzuschauen 😉
Um die Stromversorgung auszuprobieren und weil in Toulouse der Regen weilte, fuhren wir auch in der Umgebung von Toulouse herum Richtung Albi:










Ein Problem im Vanlife ist das Wäschewaschen – naja, eigentlich bisher nicht. Irgendwo zu einer Waschmaschine – Wäsche rein – Waschen – ab in den Trockner – und Wäsche wieder mitnehmen. Aber wenn der Trockner nicht heizt, wird die Wäsche nicht trocken und wenn es draußen auch nass ist, muss die Wäsche im Auto aufgehangen werden. Und da wir sowohl mal schlafen als auch mal fahren wollten, mussten zwei Lösungen her. Vorne:




und hinten (wobei hier das freudige Gesicht nicht von der Wäsche, sondern der gerade gefundenen Club-Mate kommt – ziemlich teuer):

Und für die eventuelle Frage: wo duscht ihr? Hier:


Und zum Abschluss ein etwas anderes Hinweisschild für die Toiletten:

Bis zum nächsten Mal – voraussichtlich wieder aus Toulouse 😉